Weihnacht

Weihnacht von Ernst Scherenberg

Goldner Kindheit Sonnentage
Grüßen hold in Märchenpracht,
Leuchtender jedoch als alle
Grüßt der Schimmer Einer Nacht;

Jener Nacht, darin der Lichtglanz
Unsern Sinn zuerst entzückt,
Da uns frommer Kinderglaube
Allem Erdenleid entrückt.

Weihnacht, du bist’s, die noch heut sich
Tröstend über uns erbarmt;
Wie auch unser Aug‘ umdüstert,
Wie auch unser Herz verarmt!

Wenn in die beschneiten Straßen
Hell der Schein der Kerzen dringt,
Wenn der Ruf der Kinderstimmen
Jubelnd durch die Räume klingt,

Sieh, da wacht auch uns im Herzen
Heimlich auf der alte Traum: —
Und wir stehn als Kinder wieder
Unterm ersten Weihnachtsbaum.

Ernst Scherenberg, Weihnacht

Das Gedicht finden Sie im Buch der Weihnachtsgedichte oder auch hier.
Ein anderes Gedicht hier

*

*

* – Affiliatelinks; bei Vertragsabschluss bekomme ich eine Provision vom Anbieter.

3 Kommentare

  1. Pingback: Gedichte W
  2. Pingback: Weihnachtslied

Die Kommentare sind geschlossen.