Weihnacht von Emmanuel Geibel Wie bewegt mich wundersam Euer Hall, ihr Weihnachtsglocken, Die ihr kündet mit Frohlocken, Daß zur Welt die Gnade kam. Überm Hause schien der Stern, Und in Lilien stand die Krippe, Wo der Engel reine Lippe Hosianna sang dem Herrn. Herz, und was geschah vordem, Dir zum Heil erneut sich’s heute: Dies… Weihnacht weiterlesen
Kategorie: Gedichte W
Weihnacht
Weihnacht von Hugo von Hofmannsthal Weihnachtsgeläute Im nächtigen Wind … Wer weiß, wo heute Die Glocken sind, Die Töne von damals sind? Die lebenden Töne Verflogener Jahr‘ Mit kindischer Schöne Und duftendem Haar, Mit tannenduftigem Haar, Mit Lippen und Locken Von Träumen schwer? … Und wo kommen die Glocken Von heute her, Die wandernden heute… Weihnacht weiterlesen
Weihnacht – ein Dreiklang
Weihnacht – Ein Dreiklang von Karl Henkell 1. Weihnacht, wunderbares Land, Wo die grünen Tannen, Sternenflimmernd rings entbrannt, Jeden Pilger bannen! Glücklich kindlicher Gesang Schwebt um heilige Hügel, Schwebt der Heimat Welt entlang, Sehnsucht seine Flügel. Friedestarken Geistes Macht Sehnt sich, zu verbünden, Über aller Niedertracht Muß ein Licht sich zünden. Lebens immergrüner Baum Trägt… Weihnacht – ein Dreiklang weiterlesen
Weihnacht
Weihnacht von Klabund Ich bin der Tischler Josef, Meine Frau, die heißet Marie. Wir finden kein‘ Arbeit und Herberg‘ Im kalten Winter allhie. Habens der Herr Wirt vom goldnen Stern Nicht ein Unterkunft für mein Weib? Einen halbeten Kreuzer zahlert ich gern, Zu betten den schwangren Leib. – Ich hab kein Bett für Bettelleut; Doch… Weihnacht weiterlesen
Weihnacht im Krankenhaus
Weihnacht im Krankenhaus von Richard Dehmel Schönen guten Abend, ihr im Leidensgewand; neue frohe Botschaft hört aus Gnadenland! Wir haben lang gesucht nach einem heilsamen Sterne, bis er sich finden ließ in seiner nächtlichen Ferne. Da haben wir ihm gewunken, da ist er uns ans Herz gesunken. Dann haben wir ihn festlich mit Liebe umwunden… Weihnacht im Krankenhaus weiterlesen
Weihnacht in Ajaccio
Weihnacht in Ajaccio von Conrad Ferdinand Meyer Reife Goldorangen fallen sahn wir heute, Myrte blühte, Eidechs glitt entlang der Mauer, die von Sonne glühte. Uns zu Häupten neben einem morschen Laube flog ein Falter – Keine herbe Grenze scheidet Jugend hier und Alter. Eh das welke Blatt verweht ist, wird die Knospe neu geboren –… Weihnacht in Ajaccio weiterlesen
Weihnacht (November 1887)
Weihnacht (November 1887) von Ludwig Anzengruber Ob hoch, ob nieder wir geboren, So wie uns antritt das Geschick, So geht der frohe Kindesblick, Das Kinderherz geht uns verloren. Wir fühlen mählich uns verhärten ‚gen alter Sagen Trost und Lust, Die uns des Lebens wirren Wust Zur heil’gen Einheit einst verklärten. Zerstoben bis auf wen’ge Reste… Weihnacht (November 1887) weiterlesen
Winternacht
Winternacht von Nikolaus Lenau Vor Kälte ist die Luft erstarrt, Es kracht der Schnee von meinen Tritten, Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart; Nur fort, nur immer fortgeschritten! Wie feierlich die Gegend schweigt! Der Mond bescheint die alten Fichten, Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt, Den Zweig zurück zur Erde richten. Frost! friere mir… Winternacht weiterlesen
Wanderers Nachtlied
Wanderers Nachtlied von Johann Wolfgang Goethe Der du von dem Himmel bist, Alles Leid und Schmerzen stillest, Den, der doppelt elend ist, Doppelt mit Erquickung füllest, Ach, ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede, Komm, ach komm in meine Brust! Wolfgang Goethe, Wanderers Nachtlied (Am Hang des Ettersbergs,… Wanderers Nachtlied weiterlesen
Weihnachten auf fremdem Meere
Weihnachten auf fremdem MeereErnst von Wildenbruch Über das weite, das dunkle Meer, Wo keine Brücke und wo kein Steg, Wandelt schweigend die Weihenacht, Kommt aus dem deutschen Lande her, Hat zu wandeln gar weiten Weg, Hat zu tragen gar schwere Fracht. Tausend Gedanken aus Hütte und Haus, Alle in Liebe und Sorge gehegt, Sind ihr… Weihnachten auf fremdem Meere weiterlesen