Christrose von Mathilde Leonhardt
Zart, mit weißem Blumensterne
Aufgeblüht zur Weihnachtszeit, —
O, wie schau’ ich dich so gerne
An dem Hange, tiefverschneit;
Halm und Blum’ nicht zum Gesellen,
Rauh umweht von Sturm und Wind,
Sprossest du an eis’gen Stellen,
Mondenlichtgebornes Kind!
Doch, ob Sturm und Wind auch wütet,
Aufwärts steigt dein leiser Duft,
Wunderblume, gottbehütet
Blühst du über Hang und Kluft;
Blühst, bis Frühlingsahnen endet
All die bange Winterruh’;
Blühst, bis sich die Sonne wendet
Neuem Auferwecken zu.
Und wenn sich in dunkeln Stunden
Nirgends eine Hilfe zeigt,
Wenn sich nirgends Trost gefunden
Und die Nacht herniedersteigt,
Schaut mein Auge tröstend milde
Gläub’gen Hoffens gold’nen Stern,
Sagt Christrose mir im Bilde:
Hilfe naht im Leid vom Herrn!
Mathilde Leonhardt, Christrose
Das Gedicht finden Sie im Buch der Weihnachtsgedichte oder auch hier
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